Busy-Bees

Corona-Virus hin oder her... die Natur kennt keinen Virus und gibt uns den Takt vor ..

Nachdem die ersten Schritte für den neuen Jahrgang gesetzt wurden (Rebschnitt und Anbinden der Triebe) gab es noch jede Menge zu tun: Pflöcke erneuern (zB wenn mal wieder wer mit dem Traktor angefahren ist), Drähte richten (spannen bzw. die abgerissenen wieder zusammenflicken), Reben untersetzten (kaputte Rebstöcke bzw. Lücken ersetzen), junge Reben anbinden, Rebschutz-Gitter & Stecken erneuern, noch fehlende Drahtausleger anbringen bzw. die vorhandenen öffnen um uns später die Laubarbeit zu erleichter, Dispenser zum Verwirren der Traubenwickler anbringen (damit wir keine Insektizide spritzen müssen) und so weiter... 

20.000 Schritte pro Tag sind zu dieser Jahreszeit keine Seltenheit - kaum denkt man, ein Weingarten sei "fertig", läuft man schon wieder durch, da der nächste Arbeitsschritt ansteht...

Aber in diesem Jahr hatten wir besonders viel Hilfe... 

Die Kraft der Reben überrascht uns immer wieder - trotz anhaltender Trockenheit  wuchern manche Lagen regelrecht - aber natürlich entwickelt sich jede Lage anders und wir hatten Anfang Mai auch ein paar Schäden durch den Spätfrost. Im Großen und Ganzen waren uns die Eisheiligen aber gnädig. 

Und jetzt sind wir damit beschäftigt, die Austriebe an den Stämmen zu entfernen ("Stockabputzen") - damit sich die Kraft der Reben auf die Trauben konzentrieren kann. Ausdünnen (Ertrag reduzieren) bzw. Laubarbeit erledigen wir dann später... nur ein paar vereinzelte Triebe (Wasserschosse)  die keine Trauben tragen werden jetzt schon entfernt  ("Ausbrechen"). 

Michael hat schon mit dem "Stockabputzer" maschinelle  Vorarbeit geleistet (das funktioniert wie eine Bürste die über den Stamm läuft) -aber 100%-ig wird es erst von Hand... 

Und solltet ihr euch fragen, warum wir uns nicht selbst bei der Arbeit filmen: es ist im Moment seeeeehr warm (sommerlich) - wir sind also verschwitzt und verstaubt... und somit nicht wirklich filmreif :-)

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